Gut ge­spielt und doch ver­lo­ren

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Ho­her Rück­stand nach den Dop­peln ver­hin­dert Punkt­ge­winn ge­gen die Spit­zen­mann­schaft TB Beck­hau­sen.

Eine Wo­che nach der denk­bar knap­pen Nie­der­la­ge beim SuS Bert­lich stand die Erst­ver­tre­tung des Tra­di­ti­ons­ver­eins aus der Boy er­neut vor ei­ner Mam­mut­auf­ga­be. Der TB Beck­hau­sen stell­te sich in der Hal­le der ehe­ma­li­gen Kör­ner­schu­le vor.

Herren I

Her­ren I: Mat­thi­as Sie­bert, Hen­drik Pas­ku­da, Mar­vin Ma­cken­berg, Sven Ma­cken­berg, Ro­bert Daitsch­mann, Jörg Ma­cken­berg (v.l.)
Foto: Ste­fan Laagland

Be­reits die Auf­stel­lung des Gas­tes aus Gel­sen­kir­chen ließ ver­mu­ten, dass die gu­ten Leis­tun­gen der Bot­tro­per in den ver­gan­ge­nen Wo­chen durch­aus Ein­druck hin­ter­las­sen hat­ten. Der Fa­vo­rit und Auf­stiegs­aspi­rant reis­te in Best­be­set­zung an. Da­her wa­ren auch die bei­den ehe­ma­li­gen Re­gio­nal­li­ga­spie­ler Thors­ten Wro­bel und Mar­cel Mann mit von der Par­tie. Der Gast­ge­ber ging ge­gen den no­mi­nell in al­len Paar­kreu­zen stär­ker be­setz­ten Geg­ner als kla­rer Au­ßen­sei­ter an die Ti­sche.

Ge­gen stär­ke­re Mann­schaf­ten bie­ten die An­fangs­dop­pel eine gute Mög­lich­keit, Über­ra­schun­gen zu lan­den und den Geg­ner zu Spiel­be­ginn un­ter Druck zu set­zen. Da­her mach­te sich nach den An­fangs­dop­peln gro­ße Er­nüch­te­rung breit, da alle Dop­pel ver­lo­ren gin­gen, so dass der Au­ßen­sei­ter mit ei­nem 0:3 Rück­stand in die Ein­zel star­te­te.

Im obe­ren Paar­kreuz be­zwang Sven Ma­cken­berg mit ei­ner groß­ar­ti­gen Leis­tung Mar­cel Mann, wäh­rend am Ne­ben­tisch Mar­vin Ma­cken­berg kein Mit­tel ge­gen das ag­gres­si­ve Spiel von Thors­ten Wro­bel fand und mit 0:3 Sät­zen un­ter­lag. Im mitt­le­ren und un­te­ren Paar­kreuz stan­den alle vier Ein­zel auf Mes­sers Schnei­de und wur­den durch­weg im fünf­ten Satz ent­schie­den. Da­bei un­ter­lag Ro­bert Daitsch­mann sei­nem Geg­ner Ro­bin Czy­szew­ski. Als Hen­drik Pas­ku­da im ent­schei­den­den fünf­ten Satz ge­gen Ngu­y­en ver­meint­lich aus­sichts­los mit 6:10 in Rück­stand lag, droh­te der DJK Olym­pia ein 1:6 Rück­stand und der Par­tie ein schnel­les Ende. Doch der zur Zeit ex­trem form­star­ke Hen­drik Pas­ku­da er­höh­te das Ri­si­ko, wehr­te vier Match­bäl­le ab und ge­wann sein Spiel mit 14:12 im Ent­schei­dungs­satz. Die­ser Punkt­ge­winn brach­te die Mann­schaft um Ka­pi­tän Mat­thi­as Sie­bert auf 2:5 her­an. Wie auch in den letz­ten Wo­chen zeig­te der Auf­stei­ger auch am Sams­tag eine groß­ar­ti­ge Mo­ral und such­te trotz des Rück­stan­des ge­gen ei­nen über­le­ge­nen Geg­ner wei­ter­hin sei­ne Chan­ce. Mat­thi­as Sie­bert und Jörg Ma­cken­berg zeig­ten ge­gen das wohl stärks­te un­te­re Paar­kreuz der Liga sehr gute Leis­tun­gen. Wäh­rend Mat­thi­as Sie­bert knapp die Ober­hand be­hielt, muss­te Jörg Ma­cken­berg eine bit­te­re 2:3 Nie­der­la­ge hin­neh­men. So­mit lag der Lan­des­lig­ausfstei­ger nach dem ers­ten Durch­gang mit 3:6 zu­rück.

Sven Mackenberg

Sven Ma­cken­berg in Ak­ti­on
Foto: Mat­thi­as Sie­bert

Der zwei­te Durch­gang be­gann mit ei­ner faust­di­cken Über­ra­schung. In ei­nem hoch­klas­si­gen Spiel mit phan­tas­ti­schen Ball­wech­seln ge­wann Sven Ma­cken­berg, der sich am Sams­tag in her­aus­ra­gen­der Form prä­sen­tier­te, ge­gen Thors­ten Wro­bel mit 3:1 Sät­zen und brach­te sei­ne Far­ben auf 4:6 her­an. Mar­vin Ma­cken­berg setz­te sich ge­gen die un­an­ge­neh­me Spiel­wei­se von Mar­cel Mann nach Kräf­ten zur Wehr und kämpf­te bis zur völ­li­gen Er­schöp­fung. Lei­der wur­de sein Ein­satz nicht be­lohnt und der Gäs­te­spie­ler mit Re­gio­nal­li­ga­er­fah­rung ent­schied den Ent­schei­dungs­satz mit 11:5 für sich. Da­mit konn­te Beck­hau­sen sei­nen Vor­sprung wie­der auf 7:4 aus­bau­en. Doch der Auf­stei­ger gab sich noch im­mer nicht ge­schla­gen. Im mitt­le­ren Paar­kreuz konn­te Ro­bert Daitsch­mann Ngu­y­en denk­bar knapp be­zwin­gen und ver­kürz­te den Rück­stand auf 5:7. Hen­drik Pas­ku­da ver­lor zwar ge­gen Ro­bin Czy­szew­ski den ers­ten Satz, doch nach­dem er sich auf das un­or­tho­do­xe Spiel sei­nes Ge­gen­spie­lers ein­ge­stellt hat­te, ge­wann er mit ei­ner wei­te­ren star­ken Vor­stel­lung un­ge­fähr­det mit 3:1 Sät­zen und brach­te die DJK Olym­pia mit sei­nem zwei­ten Ein­zel­sieg auf 6:7 her­an. Im un­te­ren Paar­kreuz konn­ten al­ler­dings we­der Mat­thi­as Sie­bert noch Jörg Ma­cken­berg ihre schwie­ri­gen Auf­ga­ben lö­sen und un­ter­la­gen in vier bzw. drei Sät­zen. Da­durch ret­te­te sich TB Beck­hau­sen nach ei­ner Ge­samt­spiel­zeit von 210 Mi­nu­ten mit ei­nem 9:6 ins Ziel und ent­führ­te bei­de Punk­te aus der Boy.

Er­neut hat der Auf­stei­ger sei­ne Lan­des­li­ga­taug­lich­keit un­ter Be­weis ge­stellt, sich die An­er­ken­nung der Geg­ner ver­dient und den ei­ge­nen Zu­schau­ern eine cou­ra­gier­te Vor­stel­lung ge­lie­fert. Al­ler­dings konn­ten trotz ei­ner ge­schlos­se­nen und star­ken Mann­schafts­leis­tung er­neut kei­ne wich­ti­gen Punk­te im Kampf ge­gen den Ab­stieg ge­sam­melt wer­den. Nach­dem die Sie­bert-Sechs in den letz­ten bei­den Spie­len ge­gen Auf­stiegs­kan­di­da­ten an­tre­ten muss­te, fol­gen nach der Kar­ne­vals­pau­se Spie­le ge­gen di­rek­te Ta­bel­len­nach­barn. In zwei Wo­chen rei­sen die Bot­tro­per zur Zweit­ver­tre­tung des PSV Ober­hau­sen, die im Hin­spiel klar und deut­lich mit 9:2 ge­schla­gen wur­de. Al­ler­dings soll­te der Auf­stei­ger ge­warnt sein: in der Rück­run­de ha­ben die Ober­hau­se­ner ei­nen Lauf und ha­ben alle drei Par­ti­en ge­win­nen kön­nen. Soll­te die DJK Olym­pia an ihre Leis­tun­gen aus den letz­ten Wo­chen an­knüp­fen, ist ein Punkt­ge­winn den­noch mög­lich. Die Boy­er soll­ten al­les dar­an set­zen, im nächs­ten Aus­wärts­spiel et­was Zähl­ba­res mit­zu­neh­men, um im Kampf ge­gen den un­ge­lieb­ten 10. Platz, der den Gang in die Ab­stiegs­re­le­ga­ti­on be­deu­ten wür­de, nicht noch mehr un­ter Druck zu ge­ra­ten. Da­bei könn­te den Dop­peln eine hohe Be­deu­tung zu­kom­men. In den ver­gan­ge­nen bei­den Spie­len ge­gen die bei­den stärks­ten Teams der Liga zeig­te sich der Auf­stei­ger in den Ein­zeln völ­lig eben­bür­tig, wäh­rend nur eins von sie­ben ge­spiel­ten Dop­peln ge­won­nen wer­den konn­te. Hier gilt es wäh­rend der an­ste­hen­den Pau­se an­zu­set­zen, um in den nächs­ten wich­ti­gen Spie­len nicht be­reits in der ers­ten Pha­se des Spiels in eine un­güns­ti­ge Aus­gangs­po­si­ti­on zu ge­ra­ten.

Bild­quel­len

  • Her­ren I 2015/2016: Ste­fan Laagland/​Olympia Bot­trop
  • Her­ren I Hea­der: Ste­fan Laagland/​Olympia Bot­trop
Matthias Siebert

Matthias Siebert

Matthias ist als Pressewart im Vereinsvorstand und Kapitän der 1. Mannschaft. Bei Not am Mann betreut er auch mal die Nachwuchsteams. Er verfasst hier die Spielberichte des Verbandsliga-Teams.

1 Antwort

  1. 01.02.2016

    […] Ge­gen ei­nen Spit­zen­rei­ter in Best­be­set­zung zeig­te Tisch­ten­nis-Lan­des­li­gist DJK Olym­pia Bot­trop am Sams­tag eine rei­fe Leis­tung. Mit ei­nem Sieg be­lohnt […]

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